Klassentreffen 3R+69, Eisenach Oktober 2026

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Weil es immer so fröhlich und nett war, finden unsere Klassentreffen seit 2025 jedes Jahr statt – dieses Jahr am 2.10.26 im Sophienhotel gegenüber der katholischen Kirche sowie neben dem Drachentöter Georg!Ohweh, Natalie hat sich bei der Reise nach Dubai im August eine Wirbelfraktur geholt, muss Korsett tragen, und ich kann nun ohne Beine gar nicht mehr Auto fahren. Aber Domas, mein Rollstuhltaxifahrer aus Litauen war sofort bereit mich nach Eisenach zu begleiten! Klasse! Also auf nach Eisenach!Schon die Fahrt weckt wieder viele Erinnerungen, zum Beispiel an die Radtouren zwischen Staffelstein, Kloster Banz und Vierzehnheiligen.Ab Meinigen fahren wir Landstraße – durch Meinigen, die Faschingsstadt Wasungen, vorbei am Altenberger See und Wilhelmstal.

Auf der Hohen Sonne machen wir eine kleine Pause. Hier ist  am Rennsteig ein modernes Hotel mit Gastgarten entstanden. Wunderschön.Wir erfreuen uns am Blick zur Wartburg und hinunter in die Drachenschlucht!

Wie oft bin ich als Jugendlicher mit dem Fahrrad von der Okenstraße durch Eisenach und das Mariental bis hoch zur Hohen Sonne und wieder hinunter die Serpentinen an Wilhelmstal vorbei zum Altenberger See gefahren, habe gebadet und schon ging es die ganze Strecke zurück. Auch im März, wenn die Wassertemperatur bei 12 oC war.

Im Sophienhotel konnten wir 13 Uhr schon die Zimmer beziehen. Prima!Das Behindertenzimmer ist hier das geräumigste von allem bisher genutzten!

Vor dem Klassentreffen in der Kaminlounge des Hotels ist noch Zeit für einen Spaziergang und Thüringer Bratwurst! Lecker war es.Und ab 15 Uhr wurde es sehr lebhaft in der Kaminlounge. Da gab es gleich Gruppenfotos. Auch mein Sonderwunsch wurde erfüllt: Micha mit den attraktiven Mädels der R-Klasse. Ein tolles Gefühl!Da unterhielt sich doch Jeder mit Jedem. Es war wieder ein lustig-fröhliches Treffen, und alle sahen sehr glücklich aus! So viele schöne Erinnerungen kamen hoch, aber auch ein  Austausch wie es nach der Wende weiterging war interessant. Alle haben den Neubeginn im geeinten Deutschland letztendlich erfolgreich bewältigt. Toll! Eben Sputnikklasse!

Und noch eine Erfolgsmeldung: Christine ist nach Rosita die zweite Uroma aus unserer Klasse.!!! Herzliche Glückwünsche – wir sind stolz auf Euch.So eine Klassenkameradschaft auch nach 69 Jahren gibt es ganz bestimmt  nur einmal auf der Welt.

Es ist großartig, dazuzugehören!

Das Speisen- und Getränkeangebot im Hotel war prima. Nette Namen gab es zum Beispiel für Eisbecher. Natürlich nahm ich den „Held der Arbeit“.Stundenlang saßen wir also fröhlich zusammen. Aber auch der Mitschüler gedachten wir, die nicht mehr unter uns sein können. Pflocki hat uns zuletzt verlassen, und Vroni war mit uns dabei.  Der harte Kern blieb tatsächlich bis 23 Uhr.Am Tag der „Deutschen Einheit“ gab es ein gemeinsames  Frühstück mit Gisela, Elvi, Christine, Karli, Manfred D., Domas und mir. Manfred T. gesellte sich dazu, und bald ging es mit Domas und Manfred T. die Serpentinen hoch vorbei an der früheren Eselstation zum Parkplatz der  Wartburg. Ein Shuttlebus fährt 400 m ganz nach oben!

Seit 1900 ermöglichte ein ortsansässiges Familienunternehmen den Ritt hoch zu Esel. Sie errichteten dafür sogar eine eigene Station, die von kleinen und großen Besuchern dankend aufgesucht wurde. Das ist nun seit 2022 vorbei. Aus bürokratischen Gründen wurde diese schöne Tradition beendet. Schade!Ein Foto mit mir als kleinen Jungen mit großer Schwester Uschi erinnert noch!

Die häßlichen Holzfiguren von heute sind da wirklich kein Ersatz – eher eine Eselei!

Mit Hilfe von Domas und dem netten Shuttlefahrer Ennis konnte auch ich hoch bis zum Wartburgplateau kommen.Über Kopfsteinpflaster gelangten wir holprig ins Burginnere. Domas bekam seine Führung, und Manfred machte mit mir Frühschoppen im Gärtchen bei den Kanonen.Die Fotos machte Domas vom Palace aus, und er brachte jede Menge Fotos vom Rundgang mit: Fresken von Moriz von Schwindt, Rittersaal, Elisabeth Kemenade, Lutherstube ——Es beeindruckt immer wieder, diese  Erhabenheit vergangener Zeiten zu erleben.

Natürlich war für Domas der Aufstieg zum Turm obligatorisch.Manfred und ich beobachteten oberhalb der steilen Treppen das Geschehen.

Nun waren wir aber hungrig. Da bekamen wir auch bald am Bachrestaurant zünftige  Rolladen mit Rotkraut und Thüringer Klößen.Nachmittags fuhren wir noch quer durch Eisenach vorbei an den Stätten meiner Kindheit und frühen Jugend. Schließlich landeten wir auf der sonnigen Terrasse des Berghotels mit Wartburgblick und besuchten nebenan das Burschenschaftsdenkmal.Der Blick von hierzu auf Eisenach ist atemberaubend!#Ein würdiger Abschluss des Eisenach-Besuchs!

Am Sonntagmorgen noch Abschied beim Frühstück, und los geht es dieses Mal nur über Autobahn – mit Sicht aus den Inselsberg, durch den Rennsteigtunnel und vorbei an der Feste Coburg. Zu Hause warten noch drei schöne Sonnentage eh der Herbst beginnt!

Na dann Klassenkameraden*innen bis nächstes Jahr. Es ist großartig gewesen!


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