Italien im Juni 2026: Sterzing, Abano Terme, Bologna, Trient
UncategorizedAufgeschoben ist nicht aufgehoben. Eigentlich hatten wir die Italienreise für 2025 geplant, aber dann kam die zweite Amputation! Also unternehmen wir die Reise eben ein Jahr später.
Ohne Stau erreichen wir unsere erste Station Sterzing mit Pause nach 4 ¾ Stunden. Wir lernen, dass die Dieselpreise mit 1,77 € in Deutschland derzeit am günstigsten sind.
Wir fliegen nahezu durch die Alpen und schon sind wir im Hotel Rosskopf von Sterzing.
Ein großes, geräumiges Zimmer haben wir, und nach dem Mittagessen sowie etwas Ruhe besichtigen wir die wunderschöne Altstadt mit dem alles dominierenden Zwölferturm (46m).
Aufgrund der Lage an der Brennerroute und durch das Handelsprivileg begann im 15. Jahrhundert für Sterzing eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwunges. Viele Unternehmerfamilien wählten Sterzing für ihre Niederlassungen aus. Ihnen sind die Bauten im Patrizierstil zu verdanken, die noch heute das Stadtbild von Sterzing prägen. In dieser Zeit des Aufschwungs im 15. Jahrhundert entstanden auch das Heilig-Geist-Spital und die dazu gehörige Heilig-Geist-Spitalkirche, das Wahrzeichen von Sterzing, der Zwölferturm, der Ansitz Jöchlsthurn mit der dazugehörigen St. Peter- und Paulskirche, das Rathaus und die Pfarrkirche im südlichen Teil der Stadt. Von 1363 bis 1918 gehörte Tirol zum Herrschaftsbereich der Habsburgermonarchie, mit einer kurzen Unterbrechung während der napoleonischen Kriege. Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts war die Bevölkerung von Nord-, Ost- und Südtirol überwiegend deutscher Muttersprache. Mit dem Vertrag von St. Germain fiel Südtirol nach dem Ersten Weltkrieg allerdings an Italien, wobei die neue Grenzziehung über den Brenner erfolgte. Nach der Machtübernahme Mussolinis in Italien 1922 wurde in Südtirol die Assimilierungspolitik der „Italienisierung“ betrieben. Sterzing erhielt den italienischen Namen Vipeteno. Nach der Besetzung des Sudentenlandes und dem Anschluss Österreichs an Hitler-Deutschland, erhofften sich auch viele Südtirolerinnen und Südtiroler eine Angliederung an das Deutsche Reich. Statt dessen erhielten sie die so genannte „Option“, die ihnen freistellte in das Deutsche Reich zu übersiedeln oder die italienische Staatsbürgerschaft anzunehmen. Überraschend für uns war, dass in Sterzing kaum noch deutsch gesprochen wird.
Die Fahrt nach Abano Terme am nächsten Morgen verlief auch reibungslos und nach 3 ½ Stunden betraten wir die großzügigen Hotelhallen, konnten etwas ausruhen und dann gleich ins Thermalwasser.
Es gibt einen großen Außenpool und einen innen. Das Thermalwasser kommt von den Dolomiten (Quelltemperatur 80 oC) und hat 36 oC im Außenpool, während es im Innenpool mit 32 oC etwas kühler ist. Es enthält Salze, Brom, Schwefel und Jod.
Die Außentemperatur wird mit bis zu 41 oC angezeigt. Da aber überall die Klimaanlagen funktionieren, ist der Aufenthalt doch angenehm.
Mit der Hebevorrichtung komme ich ganz einfach ins Wasser. Diese Geräte werden in Italien produziert und sind wohl in Deutschland noch unbekannt.
Ach wie großartig ist das Fortbewegen ohne Rollstuhl oder Prothesen!
Jeden Abend gibt es ein Vier-Gänge-Menü mit Vorspeisen, Primo und Secundo sowie Dessert in den drei wunderschönen Speisesälen. Die Kellner sind ganz elegant – in Schwarz mit Fliege.




Auch der großartige Park mit uralten Bäumen trug natürlich zum Wohlfühlen bei.

Gegenüber vom Hotel sind das Koster „Dei Salesani Monteortone“ und die Betreuungs-kirche „Santa Maria Assunta“. Und genau am Ankunftsabend findet im Klosterhof ein Konzert statt. Ohweh, so hohe Treppen – aber es gibt eine Umgehung nach oben und so gelange auch ich in den schönen Klosterhof, wo die Band in der Mitte rockt.
Am nächsten Morgen gibt es freudige Ereignisse. Worauf stehen die schönsten Frauen? Auf italienischen Schuhen natürlich. Und die bekommt Natalie selbstverständlich auch. Kaum zurück vom kurzen Shopping kann ich mich über ein steuerbares Krankenbett freuen. Da wird es für mich beim Ein- und Aussteigen bequemer!
Danach heißt es nur noch Baden, wobei wir in den großen Becken fast allein sind!
Am Sonntag ist auch wieder Badetag. Mittags aber überrascht uns die Hotelierfamilie Maggia mit einem Proseccoempfang sowie leckeren Häppchen. Der Patriarch schenkt gemeinsam mit Kindern und Enkelinnen ein und belegt die Teller. Lecker ist das und nett!
Abends aber gibt es Musik im Hotelgarten, aber keiner tanzt.
Montag machen wir einen Ausflug zum Centro Commerciale und kaufen viel Obst, Wein, Jägermeister und Wasser ein. Die frisch geernteten Früchte schmecken viel besser als die bei uns von weit her Geholten.
Wir kommen vorbei an unserem Lieblingsrestaurant Osteria Cacio e Pepe von 2022. Oh Schreck, es ist nur noch eine Bruchbude. Aber dank Internet finden wir heraus, dass sie nur umgezogen sind!
Am Dienstag wieder viel im Wasse und im Hotelpark. Inzwischen fällt mir das Schwimmen ohne Beine leichter und ich nutze auch gern die Massagedüsen.
Lucca und Rugiero sind auch stets sofort da und lassen mich ins Wasser oder aus den Pools.
Natürlich war auch ein Ausflug ins Stadtzentrum obligatotorisch, Hier haben wirt ja zu Natalies Juibiläumim im Palace Meggiorato gewohnt. In der glühenden Hitze war das Zentrum fast menschenleer. Alle Shops machten ab 12 bis 16 Uhr Mittagsause. So blieb es bei einem kurzen Rundgang, kühlem Bier und einem Foto vor dem Palacehotel zur Erinnerung.
Die ersten Besucher des Thermalgebiets waren ab dem 9. Jh. v. Chr. zahlreiche Gläubige, die aus der ganzen Umgebung kamen und sich um einen kleinen, zirka 3 km langen kreisrunden See versammelten, um ihren Göttern zu huldigen. Der Kult des Wassergottes Aponus wird auch während der römischen Zeit aufrechterhalten.
Mit der Romanisierung löste sich die wohltuende Heilkraft des Thermalwassers irgendwie vom strikt religiösen Bereich ab, auch wenn einige Aspekte des Kultes aufrecht erhalten wurden. So wird das Thermalwasser eine aufgrund ihrer Heilwirkung, aber auch zum reinen Genuss und für das seelisch-körperliche Wohlbefinden ausnutzbare Ressource. Das Euganeische Becken verwandelt sich somit in einen renommierten Kurort. Literarische Quellen berichten von einer regelrechten Mode des römischen Bürgertums.
Im 6. Jh. zerstörten die Langobarden die römischen Thermen. Erst 600 Jahre wurde die Nutzung der Thermen wiederbelebt und eine Blütezeit entsand ab dem 15. Jh. in venezianischer Ära und auch während der Integration in das Habsburger Kaiserreich ab 1815 bis 1866. Seitdem gehört es zu Italien und ist heute nicht nur der älteste und berühmteste Kurort in Europa. Es ist auch das ausgedehnteste Thermengebiet der Welt.
Nach acht großartigen und erholsamen Tagen verabschiedete uns der Park des Hotels mit einem kräftigen Abendrot. Wir kommen wieder!!!!
Auf dem Weg nach Bologna machten wir einen Zwischenhalt in Ferrara.
Die Stadt wurde erstmals 753 oder 754 in einem Dokument des Langobardenkönigs Aistulf erwähnt. Sie verzaubert Besucher mit ihrer perfekt erhaltenen Renaissance-Architektur, einer romantischen Altstadt sowie Fahrrad- und Rollstuhlfreundlichkeit. 


Und schon stehen wir staunend vor der Kathedrale, deren Grundsteinlegung 1135 stattfand. Die Cattedrale di San Giorgio vereint romanische Wurzeln mit gotischen und späteren Elementen.. Die untere Fassade ist romanisch, die obere gotisch. Die prächtigen Innenräume und die kunstvollen Altäre wurden im 18. Jh. barock umgestaltet. Sie spiegeln die kulturelle Vielfalt Ferraras wider. 
Der Rundgang im Innern wird begleitet von Orgelmusik. Die Kathedrale ist durch eine überdachte Passage mit dem Palast des Erzbischofs verbunden.
Gleich gegenüber steht der imposante Palazzo Munizipale mit einem wunderschönen Innenhof sowie einer pompösen Treppe zum Ratssaal.


Ferrara entwickelte sich vom frühmittelalterlichen Grenzort seit 1264 zu einer bedeutenden Renaissance-Stadt unter der Herrschaft der Este. Unter der Este-Dynastie erlebte Ferrara ihre kulturelle und städtebauliche Hochblüte. Auch eine der ersten Universitäten wurde hier gegründet. Die Papsttochter Lucrecia Borgia hatte 1502 in dritter Ehe den Herzog Alfonso d`Este geheiratet und übte als Herzogin einen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Stadt aus.
Das Schloss aus dem 14 Jh., das Castello Estense finden wir gleich um die Ecke. Wir gelangen über die Zugbrücke auch in den Innenhof des Schlosses.


1597 endete die Este-Herrschaft wegen fehlender Nachkommen, und Ferrara fiel an den Kirchenstaat. Schade, die Lucrecia hatte immerhin 8 Geburten!
Nun beendeten wir die Besichtigung und tranken gegenüber dem Schloss Aperol und Prosecco. Überraschung: zu den Getränken gibt es gratis Chips, Oliven und ein Gebäck.
In der Garage bekamen wir einen Stellplatz direkt an der Tür zum Hotellift und ein junger Mann aus der Ukraine transporrtierte die Koffer zu unserer Suite. Schön kühl war es!
Am späten Nachmittag waren die Temperaturen „nur“ noch bei 37 oC und wir konnten eine Spaziergang wagen – durch die lange Einkaufsstraße Via dell Independenza zum Neptunbrunnen, zur Piazza Maggiore und ins Marktviertel Quadrilatero.
In Bologna liegen die Gehwege 40 km weit unter Galerien, die das Wandern bei der Hitze doch erleichtern.
Nach 800 m haben wir unser Ziel erreicht. Der aus Marmor und Bronze gefertigte Neptunbrunnen wurde zwischen 1563 und 1566 erbaut. Er sollte die päpstliche Macht symbolisieren: wie Neptun die Gewässer beherrschte, so beherrschte der Papst die Welt. Am Fuße des Gottes befinden sich tatsächlich vier Putten, die den Ganges, den Nil, den Amazonas und die Donau verkörpern – die Hauptflüsse der damals bekannten Kontinente.
Gleich daneben liegt die Piazza Maggiore vor uns.

Der Platz entstand im 13. Jahrhundert als Marktplatz. Erst im 15. Jahrhundert erhielt die Piazza den heutigen Grundriss, während im 16. Jahrhundert die gesamte Zone auf Anordnung des Papstes umgestaltet wurde. Der Platz wird im Westenvom Palazzo Comunale begrenzt, einem majestätischen Bauwerk aus dem 14. Jahrhundert, das heute als Rathaus dient. An der südlichen Seite, gegenüber dem Palazzo del Podesta ragt die unvollendete Fassade der Basilika San Petronio hoch, die gegen Ende des 14. Jahrhunderts begonnen und erst drei Jahrhunderte später beendet wurde. An der östlichen Seite liegt der Palazzo de Banchi, eigentlich eine schlichte Fassade, die zwischen 1565 und 1568 errichtet wurde. Der verlängerte Teil des Bogengangs am Palazzo dei Banchi ist der Bogengang des Archiginnasio, dem mittelalterlichen Sitz der Universität und eine der reichsten Bibliotheken Italiens und Europas.
Auf der Piazza Maggiore fand gerade die Generalprobe für ein Abendkonzert statt. Die Musik vor der riesengroßen Basilika bewirkte eine erhabene Stimmung.
Nun war es Zeit, etwas Handfestes zu essen, und das taten wir in der Via Rizzoli – wo die historische Marktregion mit zig Kneipen beginnt. Das Quadrilatero ist eines der lebendigsten und historisch reichsten Stadtviertel– gleich hinter dem Palazzo dei Banchi. Und was gab es für uns? Natürlich Spagetti Bolognese-Pomodoro!
Aber für dieses interessante Gebiet nahmen wir uns Zeit am nächsten Tag.
Den Sonntag aber begannen wir mit einer Rundfahrt mit dem City-BO-Express, denn der hatte sogar eine Rampe für mich!
So kamen wir ohne Schwitzen durch die Altstadt mit seinen Kolonaden, Kirchen, Palästen und Plätzen wie Piazza Santo Stefano mit der gleichnamigen Basilica,
Basilica San Domenica mit dem Sarkophag des Gründer des Dominikanerordens,
Arkadengalerien auf Schritt un Tritt:
Viele Plätze gibt es in Bologna:
Einer der Plätze ist die Piazza Luigi Galvani. Hier befinden sich gleich zwei Sehens-würdigkeiten – das Denkmal dem berühmten Sohn der Stadt Galvani gewidmet:
– und der Palazzo dell`Archiginnaiso. Er wurde nach seiner Fertigstellung im Jahre 1563 zum ersten festen Sitz der bereits seit 1068 bestehenden ersten Universität der Welt und beherbergt jetzt die Biblioteca Comunale dell’Archiginnasi, sowie einen historischen Saal.
Vorbei kommen wir auch an der Galleria Cavour. Im Herzen des historischen Zentrums von Bologna gelegen, ist die Galleria Cavour seit 1959 ein Symbol für Stil, Kultur und Luxus-Boutiquen.
Zwei Denkmäler aus der Geschichte erzählen vom Freiheitskampf Italiens:
Garibaldi steht hoch zu Roß vor dem Hotel Veccio, und am Eingang zum Park Montagnola beeindruckt das Denkmal für die Gefallenen des 8. August 1948, als die Bologneser den Aufstand gegen die Österreicher wagten.
Vollkommen neu für uns war, dass Bologna einmal über Kanäle Zugang zur Adria hatte. Die Kanäle von Bologna wurden im Mittelalter angelegt und erstreckten sich über etwa 60 Kilometer. Sie dienten ursprünglich dazu, die Stadt mit Trinkwasser zu versorgen, den Transport schwerer Waren zu erleichtern und die Energie für verschiedene Industrien, wie die Seidenwebereien und Färbereien, bereitzustellen. Obwohl viele der Kanäle im frühen 20. Jahrhundert zugemauert und überbaut wurden, gibt es noch einige Stellen, an denen wir einen Blick auf diese historischen Wasserwege werfen konnten.Eine Stelle hatte an einem Gitter hunderte bunte Vorhägeschlösser hängen.
So haben wir bei der Rundfahrt viel Neues gesehen und erfahren und können uns nun ausführlich dem Quadrilatero widmen. Die engen Gassen mit Läden und Restaurants sind von früh bis nachts stets voller Menschen. Das Quadrilatero ist eines der lebendigsten und historisch reichsten Stadtviertel– gleich hinter dem Palazzo dei Banchi. Dieses Viertel ist ein lebendiges Zeugnis der mittelalterlichen Stadtplanung und ein pulsierender Knotenpunkt für Handel und Gastronomie. Das Quadrilatero ist ein Labyrinth aus engen, kopfsteingepflasterten Straßen, die von kleinen Geschäften, Delikatessenläden, Cafés und traditionellen Handwerksbetrieben gesäumt sind. Diese Straßen waren schon im Mittelalter der Ort, an dem Händler, Metzger, Bäcker und Handwerker ihre Waren verkauften. Heute ist das Viertel für seine kulinarische Vielfalt berühmt und bietet Besuchern eine Fülle an authentischen und hochwertigen Produkten. Es gibt dort auch spezialisierte handwerkliche Aktivitäten mit langer Tradition, Werkstätten, in denen Familien ihr Handwerk von Generation zu Generation weitergegeben haben, oder Geschäfte, in denen die Einrichtung und die historische Architektur erhalten geblieben sind. Hier wurden Mortadella, Spagetti Bolognese, Ravioli oder der Parmesan erfunden.

In der Mitte des Quadrilatero befindet sich ein großer überdachter Markt. Im Mercato di Mezzo (Stadmittemarkt) in Bologna befinden sich die historischen Essensausgaben, die die regionale Küche, die Geschichte, die Menschen und den Geist der Stadt geprägt haben.
Alle Tische sind belegt, und da es zumeist nur Hochtische gibt verlassen wir den Mercato bald und nehmen Platz im Ristorante gegenüber dem Ausgang. Das Ristorante wird von drei Männern betrieben – aus Indien, Pakistan und Bangladesh. Hier gab es auch etwas Nichtbolognesisches – Octopus!
Nun gilt es die Wahrzeichen Bolognas zu besuchen – die due Torri, die zwei schiefen Türme Asinelli und Garisenda. Seit Jahrhunderten stehen sie nebeneinander wie ein altes Ehepaar, das schon alles gesehen hat: Kriege, Liebespaare, Studentenproteste und jetzt eben endlose Bauarbeiten. Der Asinelli-Turm ist der größere, ernstere. Er wurde im 12. Jahrhundert von der Familie Asinelli gebaut und hat erstaunlicherweise all die Jahrhunderte überstanden. Der Garisenda ist kleiner, deutlich geneigt. Früher gab es in Bologna über 100 solcher Türme. Reiche Familien bauten sie als Statussymbol, so wie heute jemand einen Sportwagen kauft. Je höher der Turm, desto mächtiger die Familie. Aber die Zeit hat viele Türme gestürzt. Nur wenige blieben und die Due Torris ind heute echte architektonische Schätze des Mittelalters.
Um die Ecke liegen die Piazza Mercancia mit dem gleichnamigen Palazzo und die Piazza Pepoli mit dem historischen Museum und anderen Palazzis.
Nun reicht es auch, wir haben bei 38oC das Meiste von der historischen Altstadt Bolognas erlebt. Es wird Zeit für die Nachmittagspause.
Aber gegen 17 Uhr ist es “nur” noch 35oC heiß. Das MAMbo – Museo d’Arte Moderna di Bologna befindet sich ja gar nicht weit vom Hotel. Also besuchen wir es! Das Museum, das auf der Stelle eines alten Brennofens liegt, zeichnet die Geschichte der italienischen Kunst von der zweiten Nachkriegszeit bis auf den heutigen Tag und wird ständig erneuert.
Zum Glück musste ich diese Treppen nicht steigen, es gab einen Aufzug!



Nicht jedes Kunstwerk der modernen Kunst ist dem Laien verständlich. Manches erinnerte uns an das Kunstwerek „Potsdamer Platz“ einer Vernissage in Nürnberg. Aber doch hat Einiges beeindruckt, zum Beispiel die Werke von Guttuso. In sein monumentales Bild von dem Begräbnis des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Italiens Togliatti hat er doch auch Lenin, Stalin, Pablo Neruda oder Angela Davis mit hinein gezaubert.
Ich glaube, dass dieses Museum auch für unsere Kunstexpertin Larissa eine Reise wert ist! Und damit war unser Besuch Bolognas beendet.
Nach Konsultation eines Fahrzeugexperten am nächsten Morgen erreichten wir ohne Probleme Trient. Unser Hotel lag am Rande der Zona traffica limitated, und wir konnten nach dem Check -In auch gleich unter den Arkaden der Altstadt eine Pizza verzehren.
Nach Ruhepause im geräumigen Hotezimmer war der Altstadtspaziergang angesagt. Nur 100 m vom Hotel bewunderten wir den „Grünen Turm“ und die mächtige Festung und Schloss Buonconsiglio. Leider ist der Eingang mit vielen Treppen nicht für Rollstuhl geeignet.
Das Castello del Buonconsiglio wurde im sogenannten deutschen Viertel im Nordosten der Altstadt von Trient auf einem Felsvorsprung erbaut. Um den heute noch existierenden, Mastio oder auch Augustus-Turm genannten Bergfried gruppieren sich die ältesten, auf das 12. Jahrhundert zurückgehenden Bauteile der mittelalterlichen Bischofsburg. Südlich und östlich daran anschließend entstand vom 13. bis zum 15. Jahrhundert das Castelvecchio genannte ältere Wohnschloss der Fürstbischöfe von Trient.
Die wunderschöne Altstadt erreicht man vom Schloss in wenigen Schritten. Trient, die Stadt im Herzen der Alpen, blickt auf eine tausendjährige Geschichte zurück, die von mitteleuropäischen Traditionen geprägt ist, die die germanische und die italienische Welt verbinden. Diese Geschichte ist in der wunderschönen Altstadt mit Palästen, archäologischen Stätten, Bürgerhäusern mit Fresken, Kirchen und Plätzen sichtbar.

Plötzlich eröffnet sich aus einer Gasse der Blick auf den Torree Civico – das Wahrzeichen der Stadt, und schon stehen wir auf der Piazza Duomo mit der Kathedrale San Vigilio, dem Palazzo Pretorio und bunten Häuser mit phantastischen Fresken.
In der Mitte des Platzes steht ein Neptunbrunnen und das ist ja wieder mal ein tolles Fotomotiv!
Diese prächtige Barockfontäne von 1769 schmückt die belebte Piazza Duomo. Die Fontana del Nettuno ist ein Augenschmaus, reich an allegorischen Figuren, die ihrer Gestaltung Tiefe und Bedeutung verleihen. Auf der Spitze der Fontäne steht Neptun, der majestätisch seinen Dreizack hebt. Unter ihm tummeln sich Seejungfrauen, Seepferdchen und andere mythische Wesen im sprudelnden Wasser, wobei jede Figur mit Liebe gestaltet ist.
Rund um den Domplatz gibt es auch viele nette Gaststätten und in einer bekamen wir unser Abendessen.
Die Heimfahrt am nächsten Morgen verlief wieder zügig ohne Probleme mit dem Caddy. Wir konnten die vielen Burgen entlang der Autobahn bewundern und waren 14:30 wieder zu Hause, wo wir auch gleich Hilfe beim Ausladen bekamen.
